Metaprinzipien der Organisations-Strukturaufstellungen
Vier Konflikt- bzw. Interventionsebenen nach Insa Sparrer und Matthias Varga v. Kibéd.
Seminarmitschrift von Dr. Herta Scheucher
1. Ebene: ZUGEHÖRIGKEIT
Jede Person hat gleiches Recht auf Zugehörigkeit, wenn sie irgendetwas zum Funktionieren und Bestehen des Unternehmens beiträgt. Dadurch werden die Systemgrenzen festgelegt.
Ob Kunden und Lieferanten auch zum System zählen, hängt von der Fragestellung der Aufstellung ab.
2. Ebene: REIHENFOLGE
2a) Reihenfolge im System. 2b) Reihenfolge zwischen Systemen.
Wer zuerst im System war, hat
Vorrang. Das jüngere System hat Vorrang
Wenn ein System wachstumsfähig vor dem
älteren. Z. B. der neuen
sein soll, müssen frühere Systemelemente Abteilung gebührt mehr Loyalität
Platz haben und gewürdigt werden. als der alten; dem neuen Chef mehr
Systemerhaltung hat Vorrang vor System- Loyalität als dem alten ...
wachstum. Eine neue Abteilung benötigt mehr Unterstützung, wenn
das
Unternehmen wachsen soll.
3. Ebene: EINSATZ
3a) Inoffizielle, systemische Hierarchie 3b) Offizielle Hierarchie
Ehefrauen, Pensionisten, Seniorchef etc. siehe Organigramm
Sichert Synergien Sichert Erscheinungsbild nach aussen.
Die Würdigung des Einsatzes von Systemelementen fördert die „Immunkraftbildung“
bzw. Konfliktfähigkeit eines Unternehmens.
4. Ebene: LEISTUNG und FÄHIGKEIT
4a) Leistungen sind reales Kapital. 4b) Fähigkeiten sind potenzielles Kapital.
Wenn Leistungen nicht gewürdigt
werden,
Wenn Fähigkeiten nicht gewürdigt werden, geht das Innovations-
sinkt die Leistungsmotivation,
potenzial verloren, es kommt zum Stillstand.